Textversion

Sie sind hier:

Erwachsene

Jugendliche

Felix und Lea

Penny Or Dime

Akademiker

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

„Zwei Wege in den Sommer“ heißt das zweite Jugendbuch des Autorenpaares Robert Habeck und Andrea Paluch aus Großenwiehe. Es wurde jetzt für den Deutschen Jugendbuchpreis nominiert.

Aus der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung

Er hatte geschworen, die inoffizielle Mitteilung für sich zu behalten, „anderenfalls sollte meine Schreibhand abfaulen und abfallen“. Doch seit es offiziell ist, erzählt es Dr. Robert Habeck (37) stolz weiter. Auch seine Frau Dr. Andrea Paluch (36) freut sich riesig: Ihr gemeinsames Jugendbuch „Zwei Wege in den Sommer“ ist für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. „Das ist immerhin die höchste Auszeichnung für ein Jugendbuch in Deutschland“, sagt Habeck.

Nominiert für die Auszeichnung durch den Arbeitskreis Jugendliteratur sind insgesamt 30 Bücher in fünf Sparten. Eine Sparte bilden die Vorschläge der Jugendjury, die aus sechs Leseclubs besteht. Und die sind der Ansicht, dass „Zwei Wege in den Sommer“ zu den sechs besten neuen Jugendbüchern in Deutschland gehört. „Das ist schon toll, dass Leser unser Buch ausgesucht haben“, sagt Andrea Paluch. „Und wir sind in der Sparte die einzigen deutschsprachigen Autoren“, ergänzt Robert Habeck. Die eigentliche Preisverleihung findet im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse statt.

Seit Sommer 2006 ist „Zwei Wege in den Sommer“ auf dem Buchmarkt, und es ist das Werk des Autorenpaares aus Großenwiehe, auf das es bisher die meisten Leserreaktionen gegeben habe. „Vielleicht weil es nicht pädagogisch wertvoll ist“, meint Habeck schmunzelnd. Es ist die „stellenweise sehr freizügige“ Geschichte von Max, Svenja und Ole, die in ihren letzten Sommerferien vor dem Abitur nach Finnland reisen und dabei viel über sich, andere und das Leben erfahren. Für Robert Habeck ist das Buch „unser Gesang auf das wilde Leben“. An das Lebensgefühl in dem Alter der Protagonisten können er und seine Frau sich gut erinnern. Jetzt, wo die vier Söhne schon ein kleines bisschen größer seien, da gebe es wie damals eine Phase der Neuorientierung. Und es gebe mehr Zeit „für Hobbys, die wir in jungen Jahren haben liegen lassen“. Für Andrea Paluch gehört dazu die Musik. Wenn sie nicht Schriftstellerin geworden wäre, dann vielleicht Flötistin. Doch von klassischer Musik ist sie in ihrem aktiven Musikerinnenleben derzeit weit entfernt: Sie ist Sängerin einer Rockband namens „Penny or Dime“, textet und komponiert ihre Lieder selbst.

Die gemeinsame Autoren-Arbeit mit Robert Habeck, die mit lyrischer Übersetzungsarbeit begann und über zahlreiche Bücher fortgeführt wurde, hat nach „Zwei Wege in den Sommer“ inzwischen weitere Früchte getragen. Im Mai kommt „Unter dem Gully liegt das Meer“ heraus, ein Buch, das ein viel diskutiertes Ereignis schon vorweg nimmt: Während des G8-Gipfels in Heiligendamm treffen sich zwei Menschen, die auf eine gemeinsame Zeit zurückblicken können, sich aber aus den Augen verloren hatten.

Ein neues Buch haben die Autoren, die gemeinsam ihre Überlegungen zu einem neuen Werk stichwortartig niederschreiben und dann zusammen Satz für Satz entwickeln, derzeit nicht in Arbeit. „Wir machen jetzt ein paar kleinere Sachen, die schneller etwas Geld bringen als ein Buch.“ Und beide hoffen, dass „Hauke Haiens Tod“, „Schrei der Hyänen“ und „Der Tag, an dem ich meinen toten Mann traf“ eines Tages noch verfilmt werden. Die Filmrechte sind bereits verkauft.