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Paluch & Habeck legen ihren dritten Roman vor, in dem es um eine junge Frau geht, die ihre einzige Liebe ein zweites Mal trifft

Großenwiehe
mei
Aus dem "Flensburger Tageblatt"

„Der Tag, an dem ich meinen toten Mann traf“, heißt das neueste Buch der Autoren Andrea Paluch (34) und Robert Habeck (35), die auch privat ein Paar sind und mit ihren vier Söhnen, darunter Zwillingen, in Großenwiehe leben. Vor vier Jahren zogen sie von Lüneburg dorthin, kauften an der Dorfstraße ein großes Haus, bauten es um - „Richtig fertig wird man ja nie!“ - und nennen heute das Dorf bei Flensburg ihre Heimat, in der sie sich „sehr wohl fühlen“.

Nach „Hauke Haiens Tod“, einer Fortsetzung der Storm-Novelle, und dem Afrika-Epos „Der Schrei der Hyänen“ ist es der dritte Roman, den das Autorenpaar vorlegt. Während es in den beiden anderen Werken mehr um die Frage „Wer bin ich?“ ging, steht in „Der Tag, an dem ich meinen toten Mann traf“ die Frage „Wer bist Du?“ im Mittelpunkt: Die Ich-Erzählerin Helene versucht mit dem Tod ihres über alles geliebten Mannes Robert fertig zu werden, der von einem Schiff ins Meer stürzte. Als sie die Einladung eines Freundes zu einem Opernabend annimmt, entdeckt sie unter den Besuchern einen Mann, der aussieht wie Robert, so spricht wie Robert, so schreibt wie Robert - nur nennt er sich Torben.

Robert Habeck gesteht offen ein: „Ich bin richtig stolz auf das Buch, das ist unser bestes und unser persönlichstes.“ Über die Filmrechte liefen bereits Verhandlungen. Die Namensgleichheit zwischen ihm und der wichtigen Romanfigur bedeute aber nicht, dass es Ähnlichkeiten gebe, unterstreicht der Autor.

Vor anderthalb Jahren, auf der Heimfahrt mit der Bahn - „Wir hatten auch 'ne Flasche Rotwein dabei.“ - wurde die Idee zu dem Roman über das Geheimnis der Liebe geboren. Weiter ging es wie gewohnt: In Gesprächen kristallisierte sich eine Geschichte heraus, aus den Gesprächsprotokollen wurde ein Rohentwurf - und an dem wurde dann Satz für Satz gefeilt, erläutern die Autoren ihre Arbeitsweise.

Die gemeinsame Arbeit begann schon während des Studiums - sie studierte Anglistik, er Germanistik. Sie übersetzten mit Erfolg englische Lyrik und wurden dafür sogar ausgezeichnet. Es mache zwar Spaß, Lyrik zu übersetzen, „aber man bekommt nichts dafür“, sagt Andrea Paluch, die ebenso wie ihr Mann promoviert hat. „Das können wir nur noch als Hobby machen, denn wenn man Kinder hat, kann man nicht mehr nur für Ruhm und Ehre arbeiten“.

Neben Romanen und Gedichten schreiben die Beiden Radiogeschichten, Features für Zeitungen, Kinder- und Jugendbücher. Im Herbst 2006 soll „Die ewigen Jagdgründe“ erscheinen, ein Buch für junge Erwachsene, in Arbeit ist das Kinderbuch „Der Falkenjäger“ als Fortsetzung von „Jagd auf den Wolf“. Und für einen Gesellschaftsroman, „unser bei weitem größtes und anspruchsvollstes Projekt“, steht das Gerüst. Zwei bis drei Jahre werde es wohl dauern, bis der Roman fertig sei, sagt Robert Habeck. Ebenso wie seine Frau hofft er darauf, „dass eines Tages Frau Heidenreich auf unsere Romane aufmerksam wird“. Denn was Elke Heidenreich im Fernsehen vorstelle, das verkaufe sich blendend, sagt Habeck. Aber auch so laufe es ganz gut, räumt er ein.