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Andrea Paluch und Robert Habeck: Hauke Haiens Tod. Roman. Frankfurt/Main: Fischer Verlag 2001.

Es gibt eine Reihe von in der Literatur der Neuzeit entstandenen Themen und Figuren, welche wie Figuren und Stoffe seit Vorzeit und Antike trotz aller historischen Bedingtheit eine Art mythologischer Eigenständigkeit bekommen haben, die sie über Jahrhunderte hinweg für künstlerische Darstellung attraktiv erscheinen lässt. Der „Hamlet“- und der „Faust“stoff gehören dazu, „Romeo und Julia“, „Werther“ und Figuren wie „Madame Bovary“ oder „Effi Briest“. Auch Storms „Schimmelreiter“ mit seinem Helden Hauke Haien kann inzwischen in diese Reihe literarischer Grundphantasien gerückt werden, die immer wieder zu filmischer, bildnerischer oder literarischer Fortschreibung oder Neuschöpfung geführt haben.
Der von Andrea Paluch und Robert Habeck im letzten Jahr vorgelegte Roman „Hauke Haiens Tod“ ist auf eine merkwürdig schillernde Weise Fortschreibung und Neuschöpfung zugleich: Die Autoren zeigen in diesem ihrem Romanerstling ein durchaus sensibles Erfassen wesentlicher Aspekte des Stormschen „Schimmelreiters“ und mancher anderer Stormerzählung, Aspekte, an die sie in ihrer literarischen Phantasie anknüpfen, die sie verdeutlichen oder weitererzählen. Andererseits erscheint die Erzählwelt des neuen Romans trotz vielfältiger Kontinuität so weit von der Welt Hauke Haiens und vom Stormschen Erzählduktus entfernt, dass viele Stormleser sich vermutlich mit Grausen abwenden, weil sie das Gefühl haben, sich in einen amerikanistischen Serienkrimi mit viel Schlägereien und Verfolgungsjagden verirrt zu haben.
Kurz zum Inhalt:
Das im Roman „Hauke Haiens Tod“ dargestellte Geschehen spielt 15 Jahre nach einer katastrophalen Sturmflut an der friesischen Nordseeküste in der Nähe von Husum, die man sich in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts vorzustellen hat. Ein vom Bürgermeister Hauke Haien geplanter und erbauter neuer Deich hielt, aber der alte Deich brach, überschwemmte das Dorf und forderte viele Opfer bei Mensch und Tier. Auch Hauke Haien und seine Frau kamen in der Flut um, und - wie man allgemein glaubt –auch deren schwachsinnige Tochter Wienke. Diese hat aber in Wirklichkeit das Unglück überlebt. Hauke Haiens Knecht Iven Johns hat sie gerettet und nach Hamburg in ein Behindertenheim gebracht. Dort wuchs sie unter dem Namen Elisabeth Schmidt auf und entwickelte sich zu einer anerkannten Kalligraphin, deren Spezialität die künstlerische Darstellung von Stammbäumen wurde. Diese Tätigkeit lässt Wienke ihre eigene dunkle Herkunft deutlich werden, und sie macht sich schließlich auf zu Iven (dessen Namen im Heim festgehalten wurde), um nach ihren Eltern zu forschen.
An diesem Punkt setzt die Roman-Handlung ein, die – in moderner Fortschreibung von Storms geschachteltem Erinnerungstext – durchsetzt ist von Erinnerungsfetzen verschiedener Personen, v.a. des ehemaligen Knechts und Automechanikers Iven Johns, der seit der Sturmflut in Hamburg lebt und nachts als Türvorsteher einer Bar sein Geld verdient.
Iven Johns, ein schlichter, langsam denkender Mensch, dessen Interessen über die Beschäftigung mit Autos (er pflegte seinerzeit auch Haukes Jeep und Elkes Jaguar) und die Befriedigung seiner vitalen Bedürfnisse nicht hinaus geht, reagiert ungehalten auf Wienkes Erscheinen, lässt sich von ihrer Haukeschen „Sturheit“ aber schließlich doch drängen, fährt mit ihr an die Küste und rollt das ganze Geschehen vor und während der Sturmflut langsam wieder auf.
Wienke – und mit ihr Iven und die Dorfbewohner –erfahren im uns vorliegenden Roman durch Zusammensetzung verschiedener Erinnerungen und von in einem Safe gefundenen Dokmenten, dass Hauke und Elke Halbgeschwister waren. Wienke ist also Kind einer inzestuösen Beziehung, ist Kind von “Blutschande“, wie es im Dorf heißt. Hauke ist während der Sturmflut nicht durch Naturgewalt und auch nicht durch Selbstmord umgekommen, wie viele mutmaßten oder behaupteten, sondern wurde ein Opfer der Dorbewohner. Man hasste ihn und seine Großmannssucht und wollten ihn loswerden. So organisierten die Dorfbewohner, dass der Knecht Harke Niß die Sprengung des neuen Deichs, die Hauke vorbereitet hatte für den Fall, dass der alte Deich dem Druck des Wassers und des vernachlässigten Priels nicht standhielt, nicht vollziehen kann und so Hauke, der auf der Schwachstelle des alten Deichs Wache stand, zusammen mit Elke unterging.
Der Roman endet mit einem letzten Aufsteigen des Spannungsbogens, indem die gleichen sektiererischen Kräfte, die schon Hauke verfolgten, nun Wienke nach dem Leben trachten und sie ins Wasser treiben, der kommenden Flut entgegen. Sie kann von Iven Johns, Ole Peters und dem Postboten Sten noch gerade vor dem Ertrinken gerettet werden, eine Rettung, die einhergeht mit einer Art geistigen Erleuchtung, da Wienke nach all den neuen Erfahrungen und Informationen zu einer gefestigteren Identität gelangt und zum erstenmal Ich sagen kann.
Drei wesentliche Neuansätze machen diese literarische Relektüre des Stormschen Textes interessant: 1. die Verlagerung des Schimmelreiterstoffes aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ans Ende des 20. Jahrhunderts; 2. die Verlagerung der Perspektive von oben nach unten und 3. die Neuerfindung der Wienke-Figur. Obwohl diese Aspekte in engem Zusammenhang miteinander stehen, lohnt es sich doch, auf jeden kurz einzugehen:
1. Die Verpflanzung eines großen Teils des Stormschen Personals und seiner story in eine krass zeitgenössische Welt, Betrachtungsweise und Erzählform erzeugt eine neue, dem Kriminal-Genre ähnliche Art von Spannung. Zu diesem uns durchs Fernsehen und seine Serien vermitteltem Eindruck trägt zum einen der an die Umgangssprache angenäherte „gesamtdeutsche“ Sprachduktus bei (der nie zum echten Dialekt oder Soziolekt wird) sowie die Aufteilung des Textes in viele Kleinstkapitel, die wie Filmszenen verschiedene Aufblenden, Rückblenden, Kleinportraits oder Landschaftsbilder scheinbar unverbunden aneinander reiht.
Wenn so durch die Form, die vielen modernen Requisiten und die Handlungssequenzen der Roman sehr gegenwartsbezogen erscheint, leitet uns der Erzähler doch immer wieder zurück zum Stormtext. Das liegt außer an der Übernahme von Namen, Fakten und Grundkonflikten sicher auch an der überall aufleuchtenden Vertrautheit mit der norddeutschen Küstenlandschaft und ihren Bewohnern, eine Vertrautheit, die die jungen Autoren mit Storm vereint. Es liegt aber paradoxerweise auch daran, dass der neue Text Dinge zu Sprache bringt, die im alten unausgesprochen blieben, die aber nun ins Bewusstsein drängen und den Lesern einem neuen Blick auf Storms Text nahe legen. Genannt sei nur das Thema Inzest, das die Autoren, gemäß der modernen, ja modernistischen Tabulosigkeit zu einem Zentralthema machen.
Die Wichtigkeit der Inzestphantasien für Storms Erzählungen, des Themas Geschwisterliebe z.B., ist von der Stormforschung der letzten Jahre verschiedentlich herausgestellt worden. Niemand würde zwar behaupten, bei Storms Figuren Hauke und Elke handle es sich de facto um Halbgeschwister, und dennoch lässt Storms Text auf einer latenten Ebene solche Bedeutung mitschwingen. Das geschieht etwa durch die ausformulierte Verwunderung des Erzählers über die schnell sich zeigende Nähe der beiden (ohne dass gleich von Verliebtheit die Rede ist) oder durch beider Anlage zur Rechenkunst, oder durch die distanzierte und lange fruchtlose Ehe, die am Ende nur ein schwachsinniges Kind hervorbringt. Es geschieht aber v.a. durch die beide Personen verbindende symbolische Mutterlosigkeit. Auf eine schon erstaunlich konsequente Weise spart Storms Text ja jede Bemerkung über eine Mutter von Hauke oder Elke aus. Das reizt uns zu Phantasien, die diese Leerstelle ausfüllen, und so nimmt es auch nicht wunder, dass die Autoren Paluch/Habeck mit ihrer Um- und Weiterdichtung beim Punkt Elternschaft ansetzen. Die Vaterschaftsfrage wird verschoben, nicht Tede Haien, sondern Tede Volkerts ist Haukes Vater (die Gleichheit der Vornamen wäre eine eigene Betrachtung wert), so dass sich für Hauke die Mutterfrage verstärkt stellt. Trina Jans wird eine zeitlang zur Mutter von Hauke gemacht, auch wenn dies später wieder negiert wird. Die Autoren haben wohl begriffen, dass die Klärung aller Frage, einem Text nicht immer gut tut. Auf der symbolischen Ebene bleibt die Mutterfrage also weiter offen und man wundert sich, dass die Autoren Wienke einen Stammbaum schreiben lassen, in dem nur eine Großmutter fehlt.
2. Das Einbringen von bei Storm Ungesagtem hängt auch mit einem anderen Neuansatz zusammen, nämlich der Verlagerung des erzählerischen Blickwinkels von oben nach schräg unten: Nicht Hauke Haien, der aus der Masse der Deichbewohner herausragende Held und Einzelgänger steht im Mittelpunkt des Interesses, sondern die Welt der schlichtesten Figuren Storms, die Welt der schwachsinnigen Wienke und die Welt der Knechte und Mägde (Iven Johns, Ole Peters, Harke Niß, Carsten, Anne Gret), die noch um einige Personen aus unteren Schichten erweitert wird.
Diese Verschiebung der Perspektive weg von Hauke hin zur Welt der „kleinen Leute“, ist vom Entwurf her eine geschickte Entscheidung, weil der neue Text so nicht in Konkurrenz mit dem Vorbild gerät. Paluch/Habecks Roman schließt nicht wie Storms Schimmelreiter an die mythische Gattung der Heldenbiographie an, in deren Zentrum trotz aller perspektivischen Gebrochenheit der starke Ausnahmemensch Hauke Haien steht. Von Hauke Haien als denkender, planender und handelnder Held, so wie wir ihn von Storm kennen, ist hier nicht die Rede. Es wird - wie schon der Titel des neuen Romans anzeigt – vor allem über seinen Tod spekuliert und reflektiert. Mit seinem Tod steht das Scheitern Hauke Haiens im Mittelpunkt, und dieses Scheitern wurde schon im Urtext gebunden an die Unfähigkeit (oder Unwilligkeit) Haukes, mit den Deichbewohnern, ihrer Bodenständigkeit und ihrem Hang zu Aberglauben und schlichter oder fanatischer Frömmigkeit zu kommunizieren. Eingeläutet wird bei Storm das Scheitern Haukes mit der Geburt der schwachsinnigen Wienke.
Die Aufwertung der unteren Schicht gibt nicht nur den Autoren ein neues eigenständiges Handlungsfeld, das leicht mit Requisiten und Handlungssequenzen der modernen Unterhaltungswelt anzureichern ist, sondern es ermöglicht ihnen auch, im Medium dieser unaufgeklärten Subjekte trotz aller technisch aufgerüsteten Details an die beinahe archaische Bewusstseinswelt des Stormschen Textes anzuknüpfen, die wie ein bleierner Himmel über der Küstenwelt hängt und die im Hang der Bewohner zum Sektierertum hier wie dort Ausdruck findet. Die Aufwertung der Unterschicht mit ihren basalen Wünschen und Bedürfnissen kann schließlich - ebenso wie das oben beschriebene Ausformulieren von bei Storm Ungesagtem - zu einer neuen Betrachtung von Storms Text motivieren, denn sie kann vielleicht miterklären helfen, warum Storms Hauke scheitern musste.
3. Die Idee, Wienke nicht untergehen, sondern überleben zu lassen, ist zweifellos der wichtigste und innovativste Einfall der Autoren Paluch und Habeck. Es ist ihnen gelungen, die Figur so zu gestalten, dass von ihr aus Reflexionen und Phantasien angeregt werden, die als Ergänzung zu oder Antwort auf Storms Text erscheinen können. In der Fiktion, dass Wienke eine erfolgreiche Kalligraphin, also Schön-Schreiberin ist, schaffen sie in ihr zugleich eine mögliche Spiegelfigur poetologischer Imaginationen.
Mit der Zentrierung der Handlung auf Wienkes Suche nach ihren Eltern wird es den Lesern möglich, durch den zunächst banalen Rahmen vom Bilder- und Handlungsrepertoire der zeitgenössischen Unterhaltungsserien (Autofahrten, Verfolgungsjagden, Lügen, Betrug und Verstrickungen, sexuelle Abenteuer und Verirrungen, Alkohol, sektiererischer Fanatismus und Ausbeutung und immer wider Schlägereien und auch Schießereien) hindurch Grundfragen zu erkennen, die die abendländische Literatur immer bewegt haben, nämlich die Fragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Was ist geschehen? Es sind dies Fragen, die in bestimmten Epochen mehr, in anderen weniger Prestige hatten. In der Zeit von Aufklärung und technischer Vernunft, der Storms Hauke Haien angehört, hatten sie weniger Kredit, da die geistige und technische Macht der Menschen und damit die nach vorne gerichtete Machbarkeit alles Wünschbaren vor jeder Herkunftsfrage stand. Die Autoren Paluch/Habeck zeigen ein gutes interpretatorisches Gespür dafür, dass die Ausblendung der Herkunftsfrage (Wer ist die Mutter Haukes, wer die Mutter Elkes?) einen weißen Fleck in Storms Novelle darstellt, der sich nicht nur gut eignet zu einer quasi kriminalistischen Recherche, sondern der auch zum Begreifen der Hauke-Figur einen Beitrag leisten kann.
Storms Hauke vertraut allein auf die eigene Stärke und technische Vernunft. Herkunftsfragen sind da irrelevant. Die eigene Mutter oder die soziale Gemeinschaft, aus der er gekommen ist, spielen für ihn kaum eine Rolle. Ebenso wenig stellt der Naturzusammenhang, der ihn umgibt und dem er selbst als Kreatur zugehört, einen eigenen Wert dar. Aus Natur und Herkunft resultierende Elemente interessieren Hauke nur als Mittel und Material seines technischen Umgangs mit der Welt. Sie müssen funktionieren im Sinne seiner Planung. Schon in Storms Text setzt jedoch mit der Geburt der Tochter und mit Haukes Liebe zu diesem schwachsinnigen Kind eine Umdeutung der Heldenfigur ein, die ahnen lässt, dass nach Storms Vorstellung nicht alles den Gesetzen der technischen Vernunft gehorcht und dass beim Verleugnen jeder wirklichen Beziehung zum Leben und zur Herkunft dem Menschen ein Identitätsbruch droht, der auch seine intellektuellen Pläne scheitern lassen kann. In diesem Sinne kann man die „Krankheit“ der erwachsenen Wienke im neuen Hauke-Roman als pathologisiertes Bild solch eines Identitätsbruchs verstehen. Sie verfügt – wie ihr Vater – über bestimmte technische Fähigkeiten, kann aber diese Fähigkeiten nicht in eine ganzheitliche menschliche Identität integrieren. Sie bleibt sich selbst fremd, kann nicht Ich sagen, kann nur von sich als Objekt sprechen, wie für Hauke die Natur nur Objekt seiner Planung war. Doch die neue Wienke-Figur ahnt, was ihr fehlt, und sie hat vom Vater die kämpferische Natur geerbt, wie schon ihr Name programmatisch andeuten könnte (Wienke kommt von wigand-ke = kleiner Kämpfer). Haukes Tochter wird auf der unbeirrbaren Suche gezeigt nach Wissen um ihre Herkunft, nach der Erfahrung von Körpererleben, nach Liebe und Vertrauen. Wenn Wienke am Ende schließlich Ich sagen kann, können die Leser sich eine weitere Stärkung ihrer Persönlichkeit vorstellen. Ihr Weg zeigt auf erstaunliche Weise, wie von einem schwach-sinnigen, d.h. dem gemeinen Verständnis nach unaufgeklärten Wesen, eine Form von Aufklärung in Gang gesetzt wird, die eine neue Bewertung von Realität bewirkt.
Für den Stormschen „Schimmelreiter“ wird mit der lebenden kämpferischen Wienke im neuen Roman eine Interpretation für Tod und Scheitern der Figur Hauke Haien angeboten, die dem Autor Storm durchaus gerecht wird. Darüber hinaus könnte man im Bild der Schön-Schreiberin Wienke vielleicht ein eigenes Ideal der Autoren Andrea Paluch und Robert Habeck formuliert finden, dem gemäß sich literarische Darstellung menschlicher Werte durchaus in der Welt der kleinsten und schwächsten Leute und auch durch die Medienfassade gängiger Unterhaltungsgenres hindurch entfalten kann. Dies wäre keine ganz neue Erkenntnis, aber doch auch keine überholte.
Von daher möchte ich den Roman von Paluch und Habeck trotz einer Reihe schwacher Dialogteile und trotz mancher Konstruiertheit (der Mordanschlag auf Hauke stellt allein in seiner Durchführung einen Gipfel des Unwahrscheinlichen dar) doch zur Lektüre empfehlen. Immerhin gelingt es den Autoren, die uns bekannten banalen und trivialen Handlungsmuster der Unterhaltungsmedien durch eine Art poetischer „Hintergrundsstrahlung“ (die von Storms Werk und seinen Figuren ausgeht) zum Träger tiefergreifender Bedeutung zu machen. Dies könnte eine Motivation für ein junges, nicht mehr in sich literaturbegeistertes Publikum sein, sich wieder Storm und seinen Themen zuzuwenden, so wie etwa Baz Luhrmann mit seinem „Romeo und Julia“-Film (1996) und dessen endlosen „Ballereien“ es fertig brachte, einer ganzen Jugendgeneration den Shakespeare-Text wieder interessant zu machen.
Andrea Paluchs und Robert Habecks Roman „Hauke Haiens Tod“ ist als Erstroman ein vielversprechender Anfang. Man kann nur hoffen, dass das Autorenpaar weiterschreibt und wird gespannt sein, ob beide über genügend Phantasie zur Entwicklung auch einer ganz eigenen Romanwelt verfügen.

Prof. Dr. Irmgard Roebling, Universität Freiburg i.Br.